Ernährung des Menschen
Dr.
Erhard Henkes,
Stand: 25.11.2007
0. Einleitung
Die Deutschen sind
zu dick. Neben erzwungener sportlicher Aktivität und FdH
sollte man
vor allem die bekannten Prozesse und Zusammenhänge unserer
Ernährung begreiflich machen, um das Bewusstsein und das Wissen zu
verändern.
Die Ernährung ist eine wirklich lebenswichtige Funktion. Um die
Themen Essen, Trinken, Zunehmen, Abnehmen, Fasten, Bewegung und Sport
kreisen viele Ideen und Fragen, vor allem auch im Internet.
Wissenschaftlich verstanden ist vieles noch nicht, sonst wäre das
gezielte "Abnehmen" kein Problem. "Fit statt Fett" hilft nicht wirklich
weiter. Solche Sprüche belasten nur unsinnig, denn jeder
möchte einen idealen Körper haben.
Der römisch Dichter Juvenal wird gerne mit dem Halbsatz "Mens
sana in corpore sano" zitiert. Gemeint hat er etwas anderes,
nämlich das, was er wirklich gesagt hat: "Orandum est, ut sit
mens sana in corpore sano." (deutsch: Beten sollte man
darum, dass in einem gesunden Körper ein gesunder Geist sei.)
Die Abgrenzung, was gesund oder krank ist, ist übrigens eine
Angelegenheit der Definition. Medizinische Erkenntnisse ändern
sich, und Grenzwerte wandern mit der Zeit. Das hängt damit
zusammen, dass Wirkungszusammenhänge nicht vollständig
verstanden werden. Ist ja auch nicht verwunderlich, denn das genetische
Programm, Alterungsvorgänge und die Psyche sind bisher nur in
Ansätzen - also nicht wirklich - verstanden. Was man allerdings
weiß, ist die Tatsache, dass Bewegung gut für Psyche und
Körper ist, übrigens auch das Singen
(Immunglobuline A nehmen zu, Stresshormon Cortisol wird gesenkt)! Wer
einmal bei Karaoke teilgenommen hat oder in einem Gesangverein gesungen
hat, weiß, wie entspannt und befreit man sich
hinterher fühlt. Bewegung
und Singen machen also offenbar stark! Unsere Vorfahren
"wussten" dies bereits, als sie singend und lachend in Gottes freier
Natur wanderten. Man bewegt oder singt den Stress einfach aus dem
Körper. Stressberater arbeiten mit Teams heute ähnlich. Die
Leute lachen miteinander und bewegen sich. Die Psyche ist also ein
entscheidender Punkt! In den letzten Jahren ist die Anzahl der Menschen
mit dauerhafter körperlicher und psychischer Erschöpfung
stark angestiegen.
Fitness, was ist das
überhaupt? Körperliches und/oder geistiges Wohlbefinden?
Neben dem Begriff Fitness rückt in letzter Zeit auch der Begriff Wellness immer
stärker in Diskussionen und Wunschlisten auf. Also wo beginnen?
Beim eigenen Körpergefühl! Diesen Begriff findet man
übrigens bei Wikipedia nicht als Überschrift, weil ihn
offenbar niemand erklären kann. Aber es ist ganz einfach das, was
der Mensch fühlt, wenn er bewusst oder unbewusst an seinen
Körper "denkt" oder auf ihn "mit dem inneren Ohr hört".
Ich denke, ein weiterer interessanter Weg zum Verstehen der komplexen
Regelungsmechanismen der Ernährung ist die wissenschaftliche
Betrachtung der Zusammenhänge.
1. Flüssigkeit, Sonnenlicht, Luft und essentielle Stoffe
Warum und womit ernährt sich der Mensch überhaupt? Hier muss
man schauen, was passiert, wenn die Ernährung oder Teile davon
fehlen.
Sauerstoff:
Für die Umsetzung der Nahrung wird Sauerstoff
benötigt. Wir atmen Sauerstoff (O2) über die Lunge
ein und das Verbrennungsprodukt Kohlendioxid (CO2) über
diese wieder aus. Ohne Sauerstoff stirbt man rasch. Transport und
Speicherung von Sauerstoff im Körper erfolgt über das Hämoglobin
der roten Blutkörperchen. Atmung ist also der
wichtigste Teil unser Ernährung. Der Körper verwendet
Sauerstoff auch als Oxidationsmittel in der Atmungskette,
deren Produkt Wasser (aus Sauerstoff und Wasserstoff) und der
Energieträger ATP ist, der aus ADP und Phosphat gebildet wird. Ein
Mensch produziert jährlich durch Atmung ca. 0,35 t CO2
(täglich ca. 1 kg). Das Molekulargewicht von CO2 beträgt 44
g/mol, davon sind 12 g/mol Kohlenstoff, d.h. wir verlieren nur
durch Atmung täglich ca. 270 g Kohlenstoff, den wir durch
organische Nahrung
zuführen müssen.
Wasser:
"Täglich 35 ml Flüssigkeit pro
Kilo Körpergewicht soll
man zu sich nehmen, mindestens aber 1,5 Liter." Solche Regeln findet
man bei Recherchen. Verliert man 0,5 - 3% des Wassers im
Körper, so verspürt man Durst. Bei
10% Verlust hat man bereits ein Trockenheitsgefühl im Mund.
Sprachstörungen sowie ein unsicherer Gang setzen ein. Wie es bei
weiterem Wasserverlust weiter geht, hängt zeitlich stark von der
Umgebungstemperatur ab. Es existieren Berichte über Touristen, die
in der Wüste innerhalb eines
einzigen heißen Tages verdursteten, aber auch über
Schiffbrüchige, die bei kühleren Temperaturen zehn Tage
ohne Süßwasser überlebten. Als
Durchschnitt kann man davon ausgehen, dass innerhalb von drei bis vier
Tagen der
Tod durch Dehydratation
eintritt.
Wieviel Wasser ist denn nun im Körper enthalten? "Der Wassergehalt
im Körper reicht von fünf Prozent in den
Zähnen bis 93,3 Prozent in Blut und Lymphe. Im Schnitt liegt der
Wassergehalt bei 67,85 Prozent." (Quelle:
Daten_des_menschlichen_Körpers)
Wir rechnen nach: Bei 80 kg Körpergewicht wären dies: 80
kg * 68% = ca. 55 Liter Wasser. 10% davon sind 5,5 Liter Wasser.
Verliert diese Person täglich ca. 2 Liter Wasser, so hat man diese
Grenze nach spätestens 3 Tagen überschritten. Der Körper
verfügt über Regelmechanismen, die den Wasserhaushalt im
einstelligen
Prozentbereich eingepegelt halten. Wasser ist also wirklich unser
Lebenselexier. Daher sollten wir möglichst viel trinken. Drei
Liter Wasserzufuhr täglich sind ideal.
Vitamine und Licht:
Essentielle Vitamine sind keine chemisch verwandte Stoffgruppe. Es sind
völlig verschiedene organische Stoffe, die der Körper als
"Lebenselexier" benötigt. Man unterscheidet physikalisch wasser-
(B1 - B12, C) und fettlösliche ( A, (D), E, K1, K2) Vitamine. "Vitamin D3"
zählt man heute zu den Prohormonen, denn das eigentliche "Vitamin"
ist das UV-B-Licht.
Die Vitamine selbst oder deren chemische Vorstufen (Provitamine, z.B.
β-Carotin), die unser Körper nicht selbst produzieren kann, muss
unser Körper durch Nahrung aufnehmen. Hier
findet man eine Übersicht. Am bekanntesten dürfte wohl das Vitamin C sein.
Bei Unterversogung mit Vitaminen kommt es zu Mangelerscheinungen, d.h.
Krankheiten des Körpers, bis hin zum Tod.
Die Bedarfe sind sehr verschieden:
A:
1 mg
D:
0,005 mg
E:
15 mg
K:
2 mg
B1:
1,8 mg
B2:
2 mg
B3:
20 mg
B5:
10 mg
B6:
2 mg
B7:
0,25 mg
B9:
0,4 mg
B12: 0,003 mg
C:
100 mg
Die größte Menge benötigt man an Vitamin C.
Bei Mangel an Vitamin B1 kommt es zu Beri-Beri. Ein Mangel
an Vitamin C führt zu Skorbut. Vitamin-A-Mangel führt zu
Nachtblindheit und trockener Haut. Vitamin-K-Mangel erhöht die
Blutungsneigung (fehlende Gerinnungsfaktoren).
Wasserlösliche Vitamine werden über die Niere ausgeschieden,
so dass es hier nicht zu Überdosierungen kommt.
Fettlösliche Vitamine (A, D, E, K) können in der
Leber gespeichert werden. Es kann somit zu Überdosierungen
kommen.
Mineralstoffe:
Mengenelemente: Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Chlorid, Phosphat
und Schwefel.
Spurenelemente: Eisen, Jod und Selen. Insgesamt gibt es über 20
Spurenelemente.
2. Energie
Die Maßeinheit für Energie ist Joule. Im Nahrungsbereich
spricht man gerne von der "Kalorie", die in Wirklichkeit physikalisch
eine
Kilokalorie ist.
Der Faktor zu der aktuell gebräuchlichen SI-Einheit Joule beträgt: 1
kcal = 4,186 kJ.
Bei Menschen unterscheidet man zwischen Grundumsatz (z.B.
Schlafphase), Leistungsumsatz (durchschnittliche Tätigkeit, z.B.
Liegen/Sitzen, Gehen/Stehen, körperliche Arbeit, ...) und
Sportumsatz (zusätzliche sportliche Aktivitäten).
Ein Mensch mit 70 kg Gewicht hat in etwa folgenden Grundumsatz:
Mann: 7100
kJ/24 h = 80 W
Frau: 6300
kJ/24 h = 70 W
70–80% dieser Energie werden als Wärme abgegeben. Die Heizleistung
eines Menschen im Ruhezustand entspricht somit der Leistung einer
60 W-Glühbirne
Täglich schwitzt man eins bis zwei Liter Wasser, was wiederum
einer Kühlleistung von etwa 30 W entspricht.
Will man den GU genau berechnen, so verwendet man folgende Formel, die
1918 von J. A. Harris und F.
G. Benedict entwickelt wurde:
- Männer:
- Grundumsatz
[kcal/24 h] = 66,47 + (13,7 ×
Körpergewicht [kg]) + (5 × Körpergröße [cm])
− (6,8 × Alter [Jahre])
|
- Frauen:
- Grundumsatz
[kcal/24 h] = 655,1 + (9,6 × Körpergewicht
[kg]) + (1,8 × Körpergröße [cm]) − (4,7 ×
Alter [Jahre])
|
Betrachten wir beispielhaft einen 51-jährigen Mann mit 86 kg
Gewicht und 1,75 m
Körpergröße, so ergibt sich folgender GU:
GU = 66,47 + 13,7 * 86 + 5 * 175 - 6,8 * 51 = 66,47 + 1178,2 + 875 -
346,8 = 1772,87 kcal/d
GU = 1772,87 kcal/d * 4,186
kJ/kcal = 7421,23 kJ/d
Der tatsächliche Energiebedarf eines Menschen ist die Summe
aus Grundumsatz, Leistungsumsatz und Sportumsatz.
Hierfür gibt es Schätzfaktoren zur Multiplikation des GU.
Dieser beträgt ca. 1,2 im Liegen oder Sitzen, 1,3 bis 1,6 bei
Büroarbeit und 2 bis über 6 bei starker körperlicher
Arbeit.
Da starke körperliche Arbeit auch den Muskelaufbau fördert,
wird hierdurch der GU erhöht. Einer unserer Probleme ist also
heute die "zu leichte" Büroarbeit, zusätzlich verbunden mit
Unter- oder Überforderung, also psychischem Stress. Das ist
ungesund und macht viele sogar krank.
Schauen wir uns doch mal an, was der 51-jährige Mann
zusätzlich an Sportumsatz anstreben muss, um mit dem GU eines
18-jährigen mithalten zu können.
GU = 66,47 + 13,7 * 86 + 5 * 175 - 6,8 * 18 = 66,47 + 1178,2 + 875 -
122,4 = 1997,27 kcal/d = 8360,57 kJ/d (18 Jahre alt)
Differenz GU = 8360,57 kJ - 7421,23 kJ = 939,34 kJ
Das bedeutet, um mit seinem fiktiven 18-jährigen Ebenbild gleich
ziehen zu können, muss der 51-jährige Mann ca.1000 kJ
täglich abtrainieren. Was muss man täglich leisten, um diese
1000 kJ durch Sport zu verlieren?
Hier finden
Sie einen interessanten Rechner:

Man muss also in diesem Alter täglich ca. 19 Minuten auf einem
Hometrainer angestrengt radeln, um diese zusätzlichen 1000 kJ
"sportlich abzuarbeiten". Ganz entscheidend ist auch die Form der
Aktivität
bezüglich des Leistungsumsatzes. Hier liegt ein großer
Unterschied zwischen Sitzen (Faktor 1,2) und körperlicher Arbeit
(Faktor 2). Durch Veränderung der Arbeitssituation kann man
einiges erreichen, denn man macht es den ganzen Tag! Also lieber stehen
als sitzen. Im Büro mit modernen Möbeln, Computern und
Telefonen kein Problem. Fangen Sie morgen damit an. Warten Sie nicht,
bis ein Rückenschaden Sie dazu zwingt.
Wenn unser 51-jähriger Mann
wirklich täglich seine 19 Minuten konsequent radelt oder andere
entsprechende Aktivitäten unternimmt, dann verbraucht er ca.
11000 kJ täglich.
Mit seinen 86 kg liegt er allerdings nach heutigen Einschätzugnen
mittels BMI
zu hoch. Sein maximaler BMI von 27 ist bei 82,5 kg erreicht. Also muss
er zusätzlich abnehmen. Wenn er täglich 60 min. Fahrrad
fährt, kann er dieses Zielgewicht in ca. einem Monat erreichen.
Bei einem idealeren BMI von max. 26 müsste er allerdings weiter
trainieren, um bis zu einem Gewicht von 79 kg abzunehmen. Entscheidend
hierfür sind zusätzliche Risikofaktoren wie Bluthochdruck,
erhöhte Cholesterinwerte oder Diabetes.
Zumindest kann man durch bewusste Aktionen und
Ernährungsumstellungen eine weitere Gewichtszunahme verhindern.
Abnehmen bedeutet geistige Führung des Körpers. Man muss zu
sich selbst nein sagen können. Umgewöhnung zeigt leider keine
schnellen Erfolge. Hier liegt das Problem. Daher ist die
Bewusstseinsänderung entscheidend. Hier hilft manchen Menschen ein
klares Verständnis der Zusammenhänge weiter.
Will man wirklich abnehmen, muss man:
- weniger Kalorien zu
sich nehmen als man verbraucht
- den Leistungsumsatz
erhöhen, z.B. stehen/gehen anstelle sitzen
- die sportliche
Belastung so gestalten, dass man ausreichend Energie
verbraucht (mindestens 30 min. täglich)
- durch regelmäßiges
Training den Grundumsatz des Körpers erhöhen.
Siehe auch hier über die Zusammenhänge zwischen Bewegung und
Krebsrisko bzw. Herz-/Kreislauferkrankungen:
http://www.krebsgesellschaft.de/fitness_biologie_und_sport,1047.html
Die unterschiedlichen Nahrungsbestandteile verfügen über
folgende Energiegehalte:
Kohlenhydrate 4,1 kcal/g,
Proteine (Eiweiß) 4,1 kcal/g,
Fett 9,2 kcal/g,
Alkohol 7,1 kcal/g.
Bei einer ausgewogenen Ernährung sollten bezüglich der
Tageskalorienmenge
- 50-60 % aus Kohlenhydraten
- 15-20 % aus Eiweiß und
- 25-30 % aus Fett
stammen.
3. Aromastoffe
Mit Energiebilanzen alleine kann man vielleicht einen Pkw beschreiben,
aber kein Lebewesen. Der menschlische Organismus hat viele
Möglichkeiten, sich ändernden Umgebungen und Voraussetzungen
anzupassen. Sicher kennen wir diese nicht vollkommen, sonst könnte
man das "Idealgewicht" leichter einstellen. Der inzwischen
berühmte Jo-Jo-Effekt
zeigt allzu deutlich, dass der menschliche Körper gegenüber
temporärem Nahrungsentzug gut aufgestellt ist.
Allzu viel weiß man in der Wissenschaft noch nicht. Durst
hängt vom Wassergehalt des Körpers ab, aber wie funktioniert Hunger genau? Man
vermutet, dass sich im Zwischenhirn ein Hunger- und ein
Sättigungszentrum befindet. Diesen Zentren werden Glucose- sowie
Insulin-Werte und Fettmengen in den Fettzellen gemeldet. Die beiden
Hormone Leptin und Ghrelin spielen
ebenfalls eine Rolle. Die Ghrelin-Konzentration ist nach dem Essen
abgesenkt und steigt später wieder langsam an. In Darm und Leber
existieren offenbar Chemorezeptoren, die den Energiegehalt der Nahrung
melden und bei zu niedrigen Werten "Hungeralarm" schlagen. Vielleicht
soll man deshalb langsam essen, damit die Nahrung bereits in Darm und
Leber "gemessen" wird und der Hunger rechtzeitig nachlässt.
"Appetitzügler" erhöhen den Serotoningehalt und senken auf
diese Weise den Hunger. Aber so leicht lässt sich der Körper
nicht betrügen! Daneben gibt es noch den sogenannten
Heißhunger, der besonders intensiv auftritt, das berühmte
"Loch im Bauch". Man hat festgestellt, dass man mit Vollkornprodukten
und eiweißhaltiger Nahrung den Insulinspiegel länger
konstant halten kann als mit Weißbrot oder Einfachzuckern.
Negative Emotionen wie z.B. Stress lösen psychische Hungerattacken
aus.
Schlafmangel steigert ebenfalls den Gehalt an Ghrelin.
Gerät das Regelsystem, das bisher nirgends vollständig
beschrieben ist, aus dem Gleichgewicht, dann entstehen wirklich
krankhafte Zustände wie Adipositas, Bulimie oder Binge Eating
(Disorder). Ess-Störungen
sind in modernen Gesellschaften ein nicht zu unterschätzendes
Phänomen, alleine von Binge Eating sind ca. 2% der
Bevölkerung betroffen. "Orthorexia
nervosa" ist der krankhafte Versuch, sich genau über den
Vitamin-Gehalt, Nährwert usw. zu informieren und sich auf eine
Weise gesund zu ernähren, indem man immer mehr als "ungesund"
brandmarkt und ablehnt.
Bei all diesen Regelmechanismen übersieht man schnell eine
wichtige Funktion, nämlich die des Riechens. Wenn man jemand beim
Essen die Nase und die Augen zuhält, kann er kaum beurteilen, was
er isst. Nahrung hat einen spezifischen Geruch, der dem Körper vor
und bei der Nahrungsaufnahme bereits wichtige Informationen liefert.
Die Nase kann ca. 200 Aromen, die Zunge lediglich fünf Richtungen
(süss, sauer, salzig, bitter, umami)
auseinander halten.
Dieser wichtige Input wird leider heutzutage durch künstlich hinzu
gefügte "Aromastoffe"
industriell verfälscht. Hinzu kommt eine Konditionierung. Die
Fehlerziehung beginnt bereits beim "Flaschenkind", das auf Vanillin
getrimmt wird.
Nimmt man all dieses Halbwissen zusammen, so sollte man natürliche
Nahrung und Vollkornprodukte bevorzugen, an der Nahrung riechen,
langsam essen, sich an frischer Luft bewegen und ausreichend schlafen,
wenn man die "gesunden" Regelmechanismen des Körpers nutzen
will.