Dr. Erhard Henkes - Stand 05.12.2010

Schach - das königliche Spiel

Wenn Sie Freude am königlichen Spiel haben, dann sollten Sie sich z.B. die PC-Software Rybka 4 (gilt als stärkstes Schachprogramm der Welt; ELO ca. 3200) oder Fritz 12 (Chessbase) besorgen. Nach über 30 Jahren Entwicklung im Rahmen dieses Programmtyps stehen auf dem heimischen PC heutzutage wahre Monster mit möglicher Internetanbindung zur Verfügung.

Selbst MS Vista bringt nun ein Schachprogramm mittlerer Stärke mit.

Wer bevorzugt gegen menschliche Gegner mit all ihren Schwächen und Leidenschaften spielt, der sollte mit Schachfreunden aus der ganzen Welt im Internet gegeneinander antreten, und das rund um die Uhr! Der Server schach.de lädt jedermann zum Mitmachen ein.

Besonders reizvoll für reaktionsstarke Blitzspieler ist das sogenannte "Bullet", bei dem jeder der beiden Gegner für die ganze Partie nur eine Minute Zeit hat. Allerdings fordert das mehr das Reaktionsvermögen und miese Tricks heraus als die vorhandene schachliche Stärke. Also bitte nur als Spaß und nicht als ernsthafte Beschäftigung ansehen!

Empfehlenswert für das schachliche Training, z.B. zum Austesten von Eröffnungsideen, sind Partien mit jeweils 3 Minuten, sogenannte "Blitz"-Partien. Im Internet finden rund um die Uhr Turnierereignisse statt. Nervenkitzel, Geistes- und Reaktionstraining der besonderen Art für Spieler, die zum normalen Training zu wenig Zeit finden.

Längere Spielzeiten sind im Internet kritisch, da der Gegner dabei die Möglichkeit hat, mit einem PC-Programm oder Schachbuch zu betrügen. Diese Möglichkeit kann nicht ausgeschlossen werden.

Schachprogramme berechnen Varianten inzwischen ungeheuer schnell und mit hoher Spielstärke.
Das menschliche Gehirn hat sich selbst geschlagen. Die Meilensteine waren:

1997   Garri Kasparow verliert gegen "Deep Blue"
2006   Wladimir Kramnik verliert gegen "Deep Fritz"

Inzwischen wird wohl kein Spieler von Weltrang sich diesem Vergleich aussetzen wollen.

Datenbanken mit mehreren Millionen Partien - per Stellung auf dem Brett direkt abrufbar - und ausgewertete elektronische Schachbücher zu Eröffnungen und Endspielen sind selbst für den Normalspieler bezahlbar.

Damit hat sich das Schachspiel stark gewandelt.  Der Reiz dieses Spiels ist erstaunlicherweise immer noch erhalten.